Risikomanagement
Die Geschäftstätigkeit der AWD Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Risiken, die stets mit unternehmerischem Handeln einhergehen. Der bestmöglichen Steuerung und Überwachung dieser Risiken kommt im Hinblick auf die nachhaltige Sicherung der Substanz und des operativen Erfolgs des Unternehmens große Bedeutung zu. In all ihren Gesellschaften unterhält die AWD Gruppe zu diesem Zweck Risikomanagementsysteme. Deren Aufbau basiert auf grundlegenden Vorgaben der AWD Holding AG. Den lokalen Geschäftsführungen obliegt es, diese Anforderungen an die spezifischen Gegebenheiten in den einzelnen Märkten anzupassen.
Ein integraler Bestandteil des Risikomanagements der AWD Gruppe ist das Risikofrüherkennungssystem: Detailliert erfasst es die wichtigsten Risiken und ermöglicht eine grundlegende Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglicher quantitativer Auswirkungen. Die Identifikation von Risiken, ihre Erfassung und Bewertung sowie die Dokumentation der Risiken erfolgt systematisch. Das Früherkennungssystem der AWD Gruppe umfasst über alle Konzerngesellschaften hinweg insgesamt 450 Einzelrisiken, die in fünf Kategorien zusammengefasst sind: Strategische, vertriebsinduzierte, finanzwirtschaftliche und sonstige Risiken sowie Risiken aus der allgemeinen Geschäftstätigkeit. Zur Quantifizierung bestehender Risiken zieht die AWD Gruppe vier Risikoklassen heran: Niedriges Risiko, mittleres Risiko, hohes Risiko, bestandsgefährdendes Risiko.
Jedes der 450 Einzelrisiken ist einem Risikoverantwortlichen zugeordnet. Risikokontrolle und Risikosteuerung erfolgen durch standardisierte Prozesse wie regelmäßige Überprüfungen, Informationsschleifen und Aktionen. Ein System von Risikoinventarkarten, vordefinierten Schwellenwerten und Meldeprozeduren soll gewährleisten, dass schwerwiegende oder gar bestandsgefährdende Risiken frühzeitig erkannt, den Verantwortlichen zugeordnet und durch adäquate Maßnahmen bewältigt werden. Aktuelle Informationen zu definierten Kernrisiken wie der Beraterfluktuation, der Qualität des vermittelten Geschäfts, einer steigenden Umsatzkostenquote oder möglichen Haftungsrisiken, fließen in die monatliche Berichterstattung an den Vorstand ein.
Das Risikomanagementsystem der AWD Gruppe basiert auf einer gruppenweit verbindlichen Konzernrichtlinie. Die konkrete operative Ausgestaltung in den einzelnen Märkten und Gesellschaften wird umfassend dokumentiert. Intensives Controlling gewährleistet die Einhaltung regulatorischer Anforderungen an das Risikomanagement. Die interne Revision überprüft regelmäßig Funktionsfähigkeit, Wirksamkeit und Effizienz des Risikomanagements sowie die Einhaltung der entsprechenden gesetzlichen Anforderungen. Das Risikomanagementsystem ist ebenfalls in das Planungs- und Steuerungssystem des Konzerns eingebettet. Die enge Verzahnung von Risikomanagement und Konzerncontrolling stärkt die angestrebte Frühwarnfunktion und wird gezielt zur kontinuierlichen Weiterentwicklung beider Systeme genutzt.

